Katholische Pfarrei  St. Benno Meißen

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Katholische Pfarrkirche St. Benno Meißen

Zeittafel:

  968                      Gründung des Bistums Meißen durch Kaiser Otto I.

1066 - 1106          Benno von Wohldenberg, 10. Bischof von Meißen

1162                               Gründung des Klosters Altzella

1517                               Beginn der Reformation

1523                               Heiligsprechung von Bischof Benno

1539                               Tod des kath. Herzogs Georg,  Sachsen wird evangelisch

1581                               das Bistum Meißen ist in den sächs. Erblanden erloschen, in der Lausitz bleibt ein Teil beim kath. Glauben

1697                                  August der Starke tritt zum kath. Glauben über

1763                                  erster Missionsgottesdienst in Meißen

1787                                  Weihe einer kath. Kapelle in Meißen, Burgstraße 6

1837                      eine kath. Schule wird in der Burgstraße eingerichtet

1877                                  Gründung des Gesellenvereins in Meißen

1883                     Bau eines Pfarr- und Schulhauses in Meißen-Triebischtal

1887                    Weihe der St. Benno-Kirche durch Bischof Bernert -  am  6. 11.1887

1888                                 Errichtung der Pfarrei St. Benno, Meißen

1921                     Wiedererrichtung des Bistums Meißen, Sitz in Bautzen

1928                     Renovierung der Kirche unter Pfarrer Kneschk

1959                     Renovierung /Umbau der Kirche unter Pfr. Laukus

1977 + 1987           erneute  Renovierungen - Architekt Becker

1994                                  Einweihung des Franziskus-Kinderhaus in der ehemaligen  kath. Schule

1998                                   Einweihung des St. Benno-Altenpflegeheimes  auf der Oeffingener Straße

2002                     Beginn der Restaurierung von Turm und Kirche (außen)

2000                     Brandanschlag auf die St. Benno-Kirche (9. 11.)

2002                                 Hochwasser verwüstet das Gemeindezentrum     anschließend :

                           Wiederaufbau von Kinderhaus und Pfarrhaus unter   Leitung des Architekturbüros Hauswald und Pilz

        Wiederaufbau der Kirche unter Leitung von Dombaumeister  G. Donath

2003                    im März bezieht das Kinderhaus die Räume im Erdgeschoss

2003                               19. Oktober: Dankgottesdienst und Festwoche zur  Erneuerung der Kirche

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Kleine Führung durch unsere  Pfarrkirche

Im 19. Jahrhundert wuchs der Wunsch der Meißner katholischen Christen nach einer größeren Schule und nach einem eigenen Gotteshaus. Im Jahre 1882 konnte ein Baugrundstück im Triebischtal gekauft werden.

Bereits im Herbst 1883 wurde das Pfarr- und Schulhaus eingeweiht.

Am 19. Mai 1885 wurde der Grundstein für die St. Benno-Kirche gelegt.

Nach nur zwei Jahren Bauzeit fand am Himmelfahrtstag 1887, am 19. Mai, die Segnung der Kirche statt. Die Konsekration (Weihe) erfolgte am 6. November 1887 durch Bischof Bernert.

Unsere Kirche ist ein neugotischer Klinkerbau, dessen 54 m hoher Turm, reich gegliedert und mit Kreuzblumen verziert, das Kirchengebäude um 20 m überragt. Über dem Portal weist seit der 800Jahrfeier von Bischof Benno im Tympanon ein Sandsteinrelief auf den Patron unserer Kirche hin

Die Neugotik prägt auch den Innenraum der Kirche, obwohl seit der Renovierung 1959 viel von der ursprünglichen Ausstattung verändert wurde.

Die Fenster des Altarraumes wurden von unserem Gemeindemitglied, der Künstlerin Frau Many Jost, gestaltet - eine farbige, symbolische Darstellung der Dreieinigkeit Gottes. Aus der lichten, goldfarbenen Mitte tritt Christus, der verklärte Herr, auf die Gemeinde zu. Er lädt ein zur Begegnung mit Ihm.

Diese Christusfigur aus Meißner Porzellan ist - wie auch der Taufstein - ein Werk des Dresdener Künstlers Friedrich Press.  

Der Altartisch und das Lesepult bestehen aus französischem Kalkstein. Die bei der Neugestaltung der Kirche nach der Flut 2002  vorgezogene Altarinsel ermöglicht, dass sich die Gemeinde um den Altar versammeln kann. Dieses Anliegen wird von den im Halbkreis angeordneten Bänke betont. Der Altar wurde von der Größe eines Opferblocks eingekürzt, so dass die Tischform deutlicher wird.

Auf der rechten Seite steht wie bisher der Taufstein von Friedrich Press als Ort der Eingliederung in die Gemeinde. In dessen Wandung ist der Durchzug der Israeliten durch des Schilfmeer dargestellt.  Das Relief auf dem Bronzedeckel zeigt einmal den Sündenfall, zum andern die Taufe Jesu im Jordan. Über dem Taufbrunnen ist eine schwebende Taube aus Bronze angebracht.

Auf der linken Seite ist nun der Ort des Tabernakels. Er steht nicht auf einer Stele, sondern in einem der Neugotik nachempfundenen Sandstein, der sich wie eine Tür zum Betenden hin öffnet.

Die Säulen und Gewölbe sind steinfarben gehalten und öffnen den Kirchenraum nach oben. Lediglich die Schluss-Steine und das Joch über der Altarinsel wurden farbig betont.

Die Fresken des Görlitzer Künstler Dr. Nawroth, Maria und Johannes, den Evangelisten, darstellend, wurden erhalten und geben Zeugnis von der Umge-staltung der Kirche zu Ende der 50er Jahre.

Die Marienstatue von Heinrich Thein, die lange im Pfarrhof jeder Witterung ausgesetzt war, lädt nun an der rechten Säule vor der Altarinsel zum Verweilen ein.

Am Ort der bisherigen Beichtstühle wurde rechts ein Beichtraum geschaffen, links eine Kapelle, in der die Statue des Hl. Benno, ebenfalls von Heinrich Thein, steht. Das gefurchte Antlitz deutet auf die Last seines Dienstes: St. Benno starb mit 96 Jahren, 40 Jahre war er Bischof in Meißen. Fisch und Schlüssel, die Attribute der legendären Schlüsselauffindung hält er in Händen. Diese Kapelle will auch das Gedenken an unsere verstorbenen Priester und Gemeindemitglieder wach halten.

Auch die Statue des Hl. Konrad im Seiteneingang ist ein Werk H. Theins, der aus Haßfurt stammt und in der Porzellanmanufaktur zu Meißen gewirkt hat.

Das Fenster über dem Taufstein zeigt Symbole der Sakramente, das Fenster über dem Tabernakel Symbole aus dem Leben des heiligen Benno. Beide Fenster wurden zur 100-Jahrfeier der Kirche neu gefaßt.     Bei diesem Anlaß wurden auch die neuen Apostelleuchter angebracht - ein Geschenk der  Benno-Gemeinden in Deutschland.

Eine Glaswand trennt den Eingangsbereich vom Kirchenraum. Sie ermöglicht, den Haupteingang der Kirche immer offen zu halten, so dass jeder, der möchte, tagsüber das Gotteshaus zu einem stillen Gebet oder zum Betrachten betreten kann.

Die Orgel, ein Werk vom Orgelbauer Jahn in Dresden, hat 2 Manuale und wurde noch vor der Weihe der Kirche im Herbst 1887 angeschafft. Von der Firma Jemlich, Dresden, wurde sie nach der Flut umfassend restauriert

Drei Bronze-Glocken bilden das Geläut der Kirche: die Marienglocke (419 kg), die über den Krieg erhalten blieb, im Jahr 1964 kamen die Johannesglocke (770 kg) und die Bennoglocke (310 kg) hinzu.

Das ehemalige Schulhaus, das mit dem Pfarrhaus eine Einheit bildet, beherbergt seit 1994 das Franziskus-Kinderhaus. Der Gemeinde ist auch das St. Benno Altenpflegeheim anvertraut, ein Neubau, der 1998 eingeweiht wurde.

Seit nunmehr 117 Jahren wird in der St. Benno-Kirche gebetet, das Wort Gottes verkündet und die heilige Eucharistie gefeiert. In den Sakramenten wird unsere Gemeinschaft mit Christus und untereinander gefestigt. Darum sind wir dankbar für dieses Haus und für die Kirche aus lebendigen Steinen, für die Gemeinde.

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 Ein Blick in unsere erneuerte Kirche

Nach den großen Flutschäden hat sich unsere Pfarrgemeinde entschlossen den Wiederaufbau unserer Kirche mit einer Neugestaltung zu verbinden. Dies betrifft die Beleuchtung, Heizung, Akustik, den Ort für den Tabernakel, aber auch die grundsätzliche Überlegung, ob der Altar noch mehr als bisher zum Mittelpunkt der Gottesdienst feiernde Gemeinde werden kann.

Herr OR Hübner, Leiter der Bauabteilung im Bischöflichen Ordinariat, ermutigte uns zu einer ganzheitlichen Lösung.

Herr Dombaumeister Donath, der auch die Restaurierung der Außenfassade unserer Kirche geleitet hat, übernahm auch den Wiederaufbau und die Neugestaltung des Innenraumes.  Sein Ziel: der Gemeinde so viel wie möglich an Vertrautem erhalten,

                            offensichtliche Fehler der Vergangenheit beheben

                            und die liturgischen Orte stärker betonen....

Das Ergebnis der Neugestaltung haben wir nun vor Augen:

Die vorgezogene Altarinsel ermöglicht, dass sich die Gemeinde um den Altar versammeln kann. Dieses Anliegen wird von den im Halbkreis angeordneten Bänke betont. Der Altar wurde von der Größe eines Opferblocks eingekürzt, so dass die Tischform deutlicher wird.

Auf der rechten Seite steht wie bisher der Taufstein von Friedrich Press als Ort der Eingliederung in die Gemeinde, gegenüber auf der linken Seite ist nun der Ort des Tabernakels. Er steht nicht auf einer Stele, sondern in einem der Neugotik nachempfundenen Sandstein, der sich zum Betenden hin öffnet.

Die Säulen und Gewölbe sind steinfarben gehalten und öffnen den Kirchen-raum nach oben. Lediglich die Schluss-Steine und das Joch über der Altarinsel wurden farbig betont.

Die Fresken von Georg Nawroth: Maria und Johannes, den Evangelisten darstellend, wurden erhalten und geben Zeugnis von der Umgestaltung der Kirche zu Ende der 50er Jahre.

Die Marienstatue von Heinrich Thein, die lange im Pfarrhof jeder Witterung ausgesetzt war, lädt nun an der rechten Säule vor der Altarinsel zum Verweilen ein.

Am Ort der bisherigen Beichtstühle wurde rechts ein Beichtraum geschaffen, links eine Kapelle, in der die Statue des Hl. Benno steht. Diese Kapelle will auch das Gedenken an unsere Verstorbenen wachhalten.

Eine Glaswand trennt den Eingangsbereich vom Kirchenraum. Sie ermöglicht, den Haupteingang der Kirche immer offen zu halten, so dass jeder, der möchte, tagsüber das Gotteshaus zu einem stillen Gebet oder zum Betrachten betreten kann.

Die Umluftheizung von der Firma Mahr wird von einer Heizzentrale gespeist, die - unerreichbar für jedes Hochwasser - im Dachboden der Kirche installiert worden ist. Diese Heizung ermöglicht auch im Winter eine gleichmäßige Temperatur in der Kirche.

Mit der Beleuchtung gab es Schwierigkeiten, denn die ursprüngliche Idee, die ganze Kirche mit Leuchtstäben, die vom Eingang her gesehen hinter den Säulen sehen sollten, ließ sich nicht verwirklichen. Daher ist die jetzige Beleuchtung ein Provisorium, das nur behalten wird, wenn es sich bewähren sollte.

 Nach fast vier Jahren Restaurierung der Sandstein- und Klinkerpartien an Turm und Kirche sind rechtzeitig die Gerüste gefallen, so dass wir unsere Gotteshaus innen und außen erneuert erleben dürfen. Auch die Turmuhr und die Läuteanlage mussten (wegen Vandalismus bzw. Hochwasser) erneuert werden.

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Letzte Aktualisierung : 24.02.2011